Body Detox

Detox // Warum entschlacken wir eigentlich?

26. Januar 2017
Morgen Yoga – Yoga Easy – Ruhe – Ashtanga

Entschlacken – Hilft das denn?

Irgendwann zwischen Januar und März ist für viele von uns Detox-Zeit. So auch für mich. Seit einigen Jahren versuche ich in den ersten Wochen des neuen Jahres ganz bewusst mehr Zeit für mich zu finden und zu entgiften. Das bedeutet nicht, dass ich fasten oder abnehmen will, sondern vielmehr, dass ich meinen Körper und meinen Geist reinigen möchte. Ich trinke Kräutertees und Wasser und ernähre mich für 8 Tage von indischem Dal. Ein sehr sanfte Kur die ich unter der Anleitung von Christine Hoar gelernt habe.

Alle sprechen über Detoxen  – Was ist wirklich dran?

Die Meinungen zum Entschlacken gehen stark auseinander. Unter Schlacken versteht man Säuren und Gifte, die sich über die Zeit im Körper angesammelt habe. Und genau diese will man loswerden. Meine Ärztefreunde sagen mir, Schlacken im Körper gibt es nicht. Nun, mir ist es nicht so wichtig, ob das nun medizinisch belegbar ist oder nicht.

Ich fühle mich nach den 8 Tagen leichter und dennoch stark geerdet. So eine Kur, die über ein paar Tage geht, ist für mich ein sehr effektiver Weg, mit mir selbst in Kontakt zu treten und in mich hineinzuhören. Während dieser 8 Tage versuche ich äußere Einflüsse soweit es mir möglich ist zu reduzieren. Genauso wie sich mein Speiseplan auf Essenzielles reduziert, schaffe ich in meinem Alltag Raum für mich und meine Gedanken.

Wie geht entschlacken?

Es gibt eine Vielzahl von Kuren. Von reinen Saftkuren über Kuren, in denen man feste Nahrung zu sich nimmt, wie zum Beispiel die Brown Rice Diet. Unsere Vorlieben sind ganz verschieden und so gilt es auch bei einer Kur, die Richtige für sich selbst zu finden. Wichtig bei der Wahl ist, sie zumindest beim ersten Mal mit einer Ernährungsexpertin oder der Hausärztin abzuklären.

Was passiert beim Entschlacken?

Auf körperlicher Ebene

Um einen möglichst sanften Übergang ins Entschlacken zu schaffen, ist es hilfreich für den Körper, ein paar Tage eher Vorbereitungen zu treffen. Man verzichtet auf Alkohol, Kaffee, fette Speisen und Zucker. Aber selbst dann kann eine Kur für den Körper in den ersten Tag in einen kleinen Schock versetzen, wenn er plötzlich nicht mehr das bekommt, was er eigentlich kennt. Die Kur wirkt sich schnell auf die Verdauung und den gesamten Biorhythmus aus. Während der ersten 1 bis 2 Tage kommt es oft vor, dass man sich müde und angeschlagen fühlt. Ein guter Tipp ist es, die Kur am Wochenende zu starten, denn dann kann man dem Körper die Ruhe gönnen, die er braucht und verdient.

Hat sich der Körper erstmal an die „neue“ Situation gewöhnt, fühlt man sich energetischer und fitter. Die Nahrung, die man zu sich nimmt, ist sehr leicht und liegt nicht im Magen. Man hat mehr Energie, weil der Körper nicht so viel davon für die Verdauung aufwenden muss. Das ist ein tolles Gefühl, an das man sich schnell gewöhnt! Yoga, Sport oder Meditieren macht gleich doppelt soviel Freude.

Yoga – Atemübung für Stressreduktion – Ruhe – Ashtanga
Auf mentaler Ebene

Diesen Teil des Detoxens empfinde ich spannender als den Körperlichen. Prinzipiell gilt: Was dem Körper gut tut, tut der Seele gut. Für mich persönlich sind die Erfahrungen während Kuren auf mentaler Ebene intensiver als auf der physischen.

Zunächst ist da die Tatsache, dass man sehr einfache Nahrungsmittel  isst, die sich oft oder – wie in meinem Fall ständig – wiederholen. Fakt ist, dass ich mich über 8 Tage auschließlich von Dal ernähre. Das schmeckt lecker, wenn man es einmal in der Woche hat. Aber Tag ein Tag aus dasselbe, ist für mich eine riesige Herausforderung. Im Alltag locken ständig Genüsse aller Art: Käse, Schokolade, Kaffee. Super lecker, aber leider ist nichts davon für mich. Willensstärke und Standhaftigkeit lässt sich herrlich üben.

Dazu kommt, dass man sich in gewisser Weise von vielen Dingen auf psychischer und physischer Ebene entzieht und es entsteht ein neuer Raum. Mit einem Mal ist da wieder viel Platz für neue Gedanken und Ideen. Gleichzeitig kann der Raum aber auch bedeuten, dass verdrängte Probleme in dieser Stille einen Weg an die Oberfläche finden und Beachtung wollen. Es ist schön und befreiend während dieser Zeit Tagebuch zu führen und Zeit zu finden, seine ganz eigenen Themen aufzuarbeiten.

Zu guter Letzt wird der Bezug zum Essen ein anderer. Schnelle Desk Lunches oder ein Brötchen auf die Hand gibt es nicht. Das, was man zu sich nimmt, bereitet man selbst zu. Es entsteht ein schönes Ritual. Da das Snacken durch den Tag hindurch wegfällt, setzt man sich mit richtig gesundem Appetit an den Tisch. Man isst wieder bewusster.

Es muss nicht immer das Essen sein

Entschlacken oder detoxen könnt ihr übrigens auch anders. Weniger Social Media, weniger fernsehen, weniger auf das Negative fokussieren oder die Wohnung zu entrümpeln. Die Liste ist endlos, aber der Effekt wird immer derselbe sein. Man fühlt sich leichter und irgendwie befreit.

Was für ein spannendes Abendteuer, auf das wir uns da begeben können!

Teilt eure Tipps und Tricks mit uns. Wir freuen uns, von euch zu hören.

Signatur Elvira Unterschrift

Fotos: © Caroline Prange

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