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Guest Affair // Reni Bickel zu Katonah Yoga

29. November 2017
Katonah Yoga, Yoga, New York, Zürich, Reni Bickel

Yoga Gemeinschaft und Katonah Yoga

Gerne möchte ich euch ein wenig über mich erzählen und wo ich mich heute in meiner Reise befinde: Vor eineinhalb Jahren bin ich zusammen mit meinem Partner von Lima nach New York gezogen. Zu Beginn war ich überwältigt von all den Eindrücken und dem schnellen Informationsfluss der Stadt. Meine Wohnung in Brooklyn verliess ich meist nur, um nach Manhattan zu fahren und eine Yogastunde zu besuchen.

Nach einigen Jahren als Selbständige im Yoga Business war ich wieder einmal eine Vollzeit-Schülerin, niemand kannte mich und ich beobachte alles. Das erste Studio, welches ich in New York gefunden habe, war Katonah Yoga im Distrikt von Chelsea, gegründet von Nevine Michaan. Sofort mochte ich das Studio, den Unterricht, die Menschen.

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Katonah Yoga

Die Praxis und der Inhalt waren anders, als alles was ich bis anhin kannte oder gelernt hatte. Es war sehr herausfordernd. Ich begann, mich darin zu vertiefen und die neuen Erkenntnisse in mein tägliches Üben und somit in mein Leben zu integrieren.

Ich lernte, unseren Körper als ein Haus mit drei Stockwerken anzuschauen. Im Untergeschoss oder auf dem ersten Stock, fand ich meinen Unterkörper, meine Stabilität. Auf dem zweiten Stock fand ich meinen Oberkörper, meine inneren Organe und die Kompetenz, die Dinge des Lebens richtig in die Hand zu nehmen. Auf dem obersten, dem dritten Stock, öffnete ich meine Sichtweite und meine Sichtwinkel, ich gewann Überblick und mehr Weitblick. Mir wurde beigebracht, gedanklich durch alle Zimmer in meinem Haus zu reisen, die Fenster zu öffnen, Luft und Licht hereinzulassen. In meiner Praxis lernte ich eine Karte oder ein Rezept zu benutzen, das heißt, einen bestimmten Weg zu gehen, dem roten Faden zu folgen – oder auch umgekehrt: einen Knoten aufzulösen und eine alte Geschichte loszulassen.

Meine Asana Praxis wurden verfeinert. Ich lernte da loszulassen, wo ich zu viel Kraft oder Energie investierte. Mein Geist gewann an Klarheit und Fokus. Körper, Geist und Atmung verbanden sich auf ein ganz natürliche Weise. Ich verstand, dass ein stabiles Haus, welches schön eingerichtet und aufgeräumt ist, einen besseren Energiefluss erlaubt, also eine frische Brise voller Nährstoffe und Ideen bringt.

 

Die Transformation beginnt

Durch die Katonah Yoga Praxis begann ich mich körperlich und emotional stabiler zu fühlen. Die Unterstützung der LehrerInnen und MitschülerInnen durch liebevolle, jedoch sehr technische “hands-on adjustments” halfen mir, meine blinden Stellen zu finden und in meine Praxis zu integrieren. Die Atmosphäre im Unterricht war gelöst und es machte Spass mit anderen Menschen zusammen zu üben. Die Katonah Yoga Gemeinschaft wirkte von Anfang an sehr authentisch auf mich, jeder versuchte sein Bestes zu geben, ohne sich für Fehler schämen zu müssen. Ein willkommener Ort für eine Stadt wie New York!

Als Nevine Michaan’s Studio im Sommer 2016 schloss, öffnete Abbie Galvin, meine heutige Mentorin, “The Studio in Lower Manhattan. The “community” zog um, und ich mit ihr. “The Studio” wurde zu meinem zweiten Zuhause, mein Anker inmitten der großen Stadt und der Ausgangspunkt von vielen neuen und heute sehr engen Freundschaften.

Über die letzten 20 Monate habe ich fast täglich Katonah Yoga praktiziert und bin eingetaucht in diesen magischen Inhalt voller Winkel, Zahlen und Metaphern, mit einer Menge Blöcken, Props und „hands-on adjustments“.

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Neues Konzept

Konstantes Üben und das Reflektieren der Theorie, welche sich um den Taoismus und die Naturgesetze dreht, hat mein Wissen und mein Handeln erweitert. Mein Unterricht hat sich revolutioniert. Ich habe eine klare Struktur aufbauen können. Meine theoretische, diagnostische und praxisorientierte Herangehensweise als Lehrerin wurde selbstverständlicher. Dies wiederum öffnet nun weiteren Spielraum für meine Vorstellungskraft und meine Kreativität.

Als LehrerInnen sind wir lebenslange SchülerInnen. Nur was wir selbst erfahren, üben und verkörpern, ist was wir wirklich teilen können. Egal welcher Yoga Stil oder welche Aktivität wir praktizieren und vermitteln, die Gemeinschafts-Idee ist so wichtig wie die Praxis selbst. Nur in Beziehung miteinander und in Bezug auf aufeinander können wir uns heilen und weiterentwickeln. Ich bin dankbar, mich heute als Teil dieser tollen “community” hier in New York zählen und sie mit meiner Herzens-Gemeinschaft in Europa teilen zu dürfen.

Sei dabei in Zürich:

25 of January, 2018 Class with Abbie Galvin (NY)

8-11 of June, 2018 30 Hour Katonah Yoga Intensive with Dages Juvelier Keates (NY)

 

Fotos: Mario Nicholas Torres

Illustration:

The Body as the Abode

2017 © Katonah Yoga Center, Inc., www.katonahyoga.com, Illustrator Susan Fierro

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