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Travel Affair Special // Yoga TTC auf Bali ein Erfahrungsbericht

24. Oktober 2017
Sarah Lisa Yous Yoga teacher training Bali flow me yoga zürich

Bali ist immer eine Reise wert

Wie sehr ich Bali liebe, wisst ihr ja schon. Und das ich damit nicht die Einzige ist, könnt ihr euch denken. Letztens war ich Kaffee trinken mir der zauberhaften Sarah von F’lowMe Yoga aus Zürich. Sie hat Anfang Sommer mehrere Wochen in Bali verbracht und dort ihr Advanced Yoga Teacher Training im Radiantly Alive bei XX gemacht. Da wir immer wieder nach guten Teacher Trainings gefragt werden, habe ich sie kurzerhand gebeten, ihre Erfahrung für euch zusammen zu fassen. Viel Vergnügen beim Lesen:

 

Ein Teacher Training in Bali (von Sarah Lisa Yous)

Als ich anfangs 2015 das erste mal in Bali, Ubud war, wusste ich sofort, dass ich eines Tages hier ein Yoga Teacher Training machen möchte. Überhaupt habe ich dort beschlossen, meinen  beruflichen Weg umzugestalten und mich in Richtung Yogalehrerin zu entwickeln. Die Magie dieser Insel und dieses Ortes, haben mich zutiefst berührt und inspiriert. Meine Yogapraxis nahm eine völlig neue Form an.

When the time is right, everything will fall into place.

Wann ist man bereit für ein Training?

Persönlich denke ich, wenn man selbst schon ein paar Jahre Yoga übt, eine Passion dafür hat und der Gedanke an ein Training aufkommt, ist die Zeit reif. Das Ziel eines Teacher-Training kann von Person zu Person unterschiedlich sein. Einerseits kann man mit dem Ziel, anschliessend zu unterrichten dort hin. Man kann aber auch mit dem Ziel dahin, etwas für sich selbst zu tun. Was am Schluss dabei rauskommt kann wieder etwas Anderes sein. Als Voraussetzung sehe ich Offenheit gegenüber Neuem, den Willen zu Lernen und die Bereitschaft an sich selbst zu arbeiten.

Yoga sehe ich als Lebensstil und dies geht weit über die Asana Praxis hinaus. Dies muss man sich bewusst sein, wenn man ein Teacher-Training besuchen möchte.

Sarah Lisa Yous Bali Yoga Teacher Training Flow me Yoga

Mein erstes Training habe ich zwar in Zürich gemacht, habe Bali aber nie aus den Augen gelassen. Das 200-Stunden-Training ist eine gute Basis, aber ich merkte schnell, dass es noch viel mehr zu lernen gibt. Nach eineinhalb Jahren, intensivem unterrichten und praktizieren fühlte ich mich bereit für ein nächstes Training, um meine eigene Praxis zu vertiefen, und meine Teaching-Skills weiter auszubauen.

You will see the signs when you want to see them, when you’re ready to see them.

Wie hab ich das richtige Training gefunden?

Ich hab fleissig recherchiert und einige Studios in Bali besucht. Konnte aber nicht das passende finden. Ich wollte eine Herausforderung, ein Training, das auf meinem bereits erlernten aufbaut, mich an meine persönlichen Grenzen und so als Teacher aber auch in meinem Leben weiter bringt. Als ich die Suche schon fast aufgegeben hatte, erhielt ich einen Newsletter von Les Leventhal, in dem er sein 300h Advanced Yoga Teacher Training ankündigte. Dies in Ubud, Bali in einem meiner liebsten Yoga-Studios. Für mich war es mein Zeichen, das richtige Training gefunden haben.

Grundsätzlich würde ich mich bei der Wahl eines Trainings auf die Intuition verlassen, recherchieren, nach Möglichkeit ein paar Klassen bei dem Lehrer der das Training anbietet besuchen und dann entscheiden.

Training zu Hause vs. Training im Ausland

Wer die Möglichkeit hat für einen guten Monat zu verreisen, dem kann ich ein Training im Ausland nur empfehlen. Da ich nun beide Erfahrungen gemacht habe, kann ich sagen, dass ich im Ausland im intensiven Training viel mehr profitieren konnte. Ich konnte für fünf Wochen komplett aus meinem Alltagsleben ausbrechen, und mich voll und ganz auf die Yoga Ausbildung konzentrieren. Man lernt Andere aber vor allem auch sich selbst viel besser kennen, wenn man sich nicht in seinem gewohnten Umfeld befindet.

Sarah Lisa Yous Bali Yoga Teacher Training Flow me Yoga

 

Wie sieht so ein Training aus?

Practice Practice Practice – Yoga every damn day

Ein üblicher Tag begann jeweils um 8 Uhr mit der Yoga-Asana-Praxis: schwitzen, stärken, dehnen und noch mehr schwitzen. Denn 30 Grad und die hohe Luftfeuchtigkeit sind eine etwas andere Voraussetzung als wir es uns hier in Europa gewohnt sind. Für mich aber positiv, denn der Körper ist super schnell warm und öffnet sich daher auch viel besser.

Da es ein Advanced Training für bereits diplomierte Yoga Teachers war, hat im Anschluss jeweils noch einer von uns Students eine 60 minütige Klasse unterrichtet. Wir konnten oft selbst unterrichten und uns dank dem Feedback der Gruppe und der Coaches stetig verbessern, was ich sehr geschätzt habe. Ich denke, dies war auch dank der Gruppengrösse erst möglich. 16 Students finde ich eine optimale Grösse. Man profitiert sehr viel mehr, wenn die Gruppe nicht zu gross ist.

Mittags gabs irgendwo in einem der vielen und wunderbaren Restaurants von Ubud gesundes Essen. Von vegetarisch bis raw vegan über hippe Superfoods, zu Texmex oder Sushi und Warungs mit traditionellen Indonesischen Gerichten gibt’s alles was das Herz begehrt. Tipps? Bali Buddha, Atman Cafe, Clear Cafe, Vegan Buffet….

Der Nachmittag dauerte bis 18:00 und war für Theorie und anderweitige Übungen reserviert. Von Ernährungslehre (Ayurveda), über Anatomie, Schwangerschafts-, Mami-Baby-, und Rückbildungsyoga bis hin zu Yoga-Philosophie und Mythologie wurden alle Gebiete optimal abgedeckt. Wir lernten neue Adjustment-Techniken, vertieften das korrekt Sequenzieren einer Klasse und übten uns im Lesen von Körper-Energie.

Sarah Lisa Yous Bali Yoga Teacher Training Flow me Yoga

Sonntag war unser freier Tag. Zeit zum ausschlafen, Ausflüge machen, zum Strand fahren und natürlich entspannende Massagen, Mani- oder Pedicure in einem der vielen Spas geniessen.

Home is where your heart is

Unterkunft in Bali

Für dieses Training haben wir uns selbst um unsere Unterkunft gekümmert. Gewohnt habe ich in einem im voraus gebuchten Airbnb. Für Bali bin ich bereits mehrmals so gereist und habe nur gute Erfahrungen gemacht. Normalerweise sind das kleine Resorts mit wenigen Zimmern oder Appartements. Ich mag diese Art zu Reisen und zu Wohnen, denn ich lerne oft die Familien der Gastgeber kennen und bekomme so auch den Bezug zu den Einheimischen und der Kultur.

Was hat mir nun dieses Training gebracht?

Das Training hat mich in vielerlei Hinsichten weitergebracht und meine Erwartungen, bei weitem übertroffen. Meine Wissen und die Asana Praxis wurden vertieft, ich bin vor allem viel stärker geworden, nicht nur körperlich auch mental. Die Flexibilität hat durch die neu gewonnene Stärke zuerst etwas nachgelassen, kam danach aber umso tiefer zurück. Ich bin mutiger geworden und habe viel Selbstvertrauen und Inspiration gewonnen.

A connection through the hole world 

Mein persönliches Highlight ist aber, dass ich eine so tolle Gruppe von Menschen kennenlernen und mit Ihnen eine sehr intensive Zeit, in einer unbeschreiblichen Atmosphäre, verbringen durfte. Diese zwischenmenschliche Verbindung, die wir erlebt haben, hatte ich so nicht erwartet und dies hat mich sehr geprägt.

In diesem Sinne – live with your heart wide open

Namasté, Sarah

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