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Hand aufs Herz // Lerne achtsam zu kommunizieren

26. Oktober 2017
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Schaffe Nähe durch achtsames Kommunizieren

Der tiefe Wunsch jedes Menschen ist verstanden zu werden. Ob zwischen Freunden, Arbeitskollegen, innerhalb der Familie oder in einer Beziehung. Wir alle sehnen uns nach Nähe, Verbundenheit oder Liebe durch Verstehen und verstanden werden.

In der Hitze des Gefechts kann Kommunikation zu großem Schmerz führen. Gefühle, Wünsche und Interpretationen mischen sich in den ursprünglich nüchternen Sachverhalt des Gesprächs und schnell entstehen Missverständnisse, nicht zuletzt Vorwürfe und Verletzung. Tausende dieser Situationen habe ich erlebt. Oftmals enden sie mit einem Tränen überströmten Gesicht und dem traurigen Resultat: Ich fühlte mich noch weniger verstanden als vorher.

Wie kann ich also einerseits meine eigenen Bedürfnisse aussprechen, ohne meinem Gegenüber damit auf den Schlips zu treten, und andererseits meinem Gesprächspartner mit offenem Herzen zuhören?

n°1: Safe space

Zunächst muss ein Raum geschaffen werden, in dem man bewusst auf einander zugehen kann. Ohne Ablenkung im Außen, was auch bedeutet, dass Smart Phones beiseite gelegt werden sollten.

n°2: Gefühle und Bedürfnisse

Es ist wichtig, die eigenen Gefühle und Bedürfnisse klar auszusprechen und den anderen dafür nicht verantwortlich zu machen. Das bedarf manchmal etwas Mut, aber nur so kann Nähe entstehen. Eine gute Übung dabei ist, jeden Satz mit „Ich“ beginnen zu lassen. Zum Beispiel: „Ich fühle mich unsicher, wenn du dich zurückziehst und mich mit meinem Unwissen allein lässt.“

n°3: Aufeinander zugehen

Vor allem in einer Auseinandersetzung oder Konfliktsituation ist es hilfreich, offen auf den anderen zugehen und zu fragen, was sie/er sich von dir wünscht. Das schafft eine Basis aus Vertrauen und Mitgefühl.

n°4: Zuhören

Achtsame Kommunikation bedarf einer Bereitschaft zuzuhören. Das klingt sehr simpel, ist aber in der Praxis nicht immer einfach. Denn das Herz für’s bewusste Zuhören zu öffnen, ohne zu reagiere bzw. sofort darauf zu antworten, kann sehr herausfordernd sein. Du darfst lernen, aus diesen Reaktionsmuster auszusteigen.

n°5: Innehalten

Tiefes Durchatmen und für einen Moment lang innezuhalten bringt Klarheit. Die Atmung wirkt beruhigend und lässt dich eher die richtigen Worte finden, als unüberlegtes, hastiges Sprechen. Die nach innen gerichteten Fragen „Wie fühle ich mich beim Zuhören?“ bzw. „Wie fühle ich mich beim Sprechen?“ sind gute Tools, um nachzuspüren, worum es wirklich geht.

n°6: Mitgefühl einbringen

Die achtsame Kommunikation setzt das Bemühen voraus, den anderen mitfühlend verstehen zu wollen. Frage nach, ob du dein Gegenüber richtig verstanden hast und es etwas gibt, was du für sie/ihn tun kannst. Bemühe dich zu verstehen, sowie sie/er ist und sie/ihn ganz in ihrer/seiner Welt zu lassen, auch wenn du selbst anders tickst. Stelle ihr/ihm die Fragen „Was willst du mir sagen? Was wünschst du dir von mir?“ und öffne damit die Möglicheit, aufeinander zuzugehen. Gehe nicht mit dem Anspruch in ein Gespräch für alles sofort eine Lösung zu finden. Manchmal bedarf es mehrerer Gespräche. Lerne aber durch dein Mitgefühl, dass es ok, der anderen Person noch etwas Zeit zu geben.

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Und jeder Tag eignet sich, um diese Schritte zu verinnerlichen und zu üben. Viel Freude dabei!

Signatur Valerie Unterschrift

Fotos: © Caroline Prange

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1 Comment

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    Reply Nerede.blog 27. Oktober 2017 at 17:35

    Danke

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